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Sie stand da, mitten in der Menge. Sie sah zwischen den verzerrten Sounds ihren Schwarm manchmal herumirren, aber kam nie schnell genug hin. Er war auf der Suche nach ihr, wusste nur dass sie in der Menge war. Sie verloren sich regelmäßig aus den Augen beim dichten Gedränge. Neben ihr sprach eine Stimme „Wen suchst du denn?“ Sie wusste, dass sie nicht antworten sollte, sie wollte auch nicht, aber als sie sich dann zu der Stimme umdrehte, sah sie einen schweißnassen alten Herren mit schiefen Zähnen und fauligem Atem. Angewidert trat sie zurück und fiel über ein Kabel auf dem Boden rückwärts hin.

Etwa drei Stunden mochten vergangen sein, bis sie wieder bei klarem Verstand war. Die Halle war leer, nur die Sanitäter saßen noch um sie herum. Sie konnte sich nicht bewegen, doch um ihren Hals spürte sie eine Manschette. Ihr Blick ging gerade an die Decke, wo ihr ein Heliumballon in Herzform auffiel. Sie konnte nicht aufstehen, sich nicht bewegen.
„Wir vermuten, dass dein Genick gebrochen ist und warten noch auf den Krankenwagen, seit fast fünf Stunden, doch er kommt nicht.“ Sie schloss die Augen und betete den Sanitätern ihre Telefonnummer vor, in der Hoffnung, dass jemand zu Hause sei, obwohl ihre Eltern im Urlaub waren. Ihr Handy hatten sie nicht mitgenommen, weil es in Reparatur war und so lag sie nun hier auf dem klebrigen Hallenboden, regungslos bis auf ihren Kopf, ihr Herz und ihre Lungen. Sie hatte Glück, dass nicht alle ihrer Nerven durchtrennt waren, aber in diesem Moment wünschte sie sich, dass es so wäre.

Eine Ewigkeit verging bis sich die Sanitäter in Bewegung setzten und schließlich die Tür öffneten, an die jemand klopfte. Sie sah die Decke an und den Heliumballon, wie er so einsam da oben umher schwirrte und schließlich an einem Nagel in der Decke zerplatzte, so wie sie selbst innerlich.
Die Schuhpaare kamen zurück, anscheinend nicht mehr geworden, und legten sie so behutsam wie irgend möglich auf eine Trage, bis ihr Kopf zur Seite kippte, einen Blick auf einen Haufen Elend von jungem Mann, dem, den sie liebte. Dann war alles aus.

An einer Wand der Halle wachte sie auf, wieder war die Halle leer, diesmal ohne Sanitäter, aber eine Gestalt lehnte neben ihr gegen einen Verstärker. Sie griff sich an den Hals und sprang in einem Satz auf, trat dabei versehentlich auf ein Kabel und kippte vorwärts in Richtung Boden.
Ein fester Griff hielt sie auf und zog sie zurück an die Wand. Der Griff gehörte zu Ihm. „Du bist vorhin umgekippt und wurdest von zwei älteren Herren her geschleppt, dann habe ich dich gesehen. Wo warst du die ganze Zeit davor?“ Sie sagte nichts und fiel ihm um den Hals.



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