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Er stand da, ein schöner Abend mit Freunden und Alkohol war ins Land gegangen, und es war mitten in der Nacht, bald zwei Uhr.
Eine wirklich schöne, klare Nacht. Sterne am Himmel, funkelnd und einfach nur schön. Flauschige Wolken, ausgedehnt und schon durchsichtig.
Eine Laterne neben ihm leuchtete ihm die ganze Zeit in die Augen und so stellte er sich einen Meter vor, mitten auf die Straße, keine Autos zu sehen oder zu hören.
Und dann war alles still, kein surrendes Geräusch von Lampen mehr, keine Heizungen, durch die warmes Wasser lief, kein gar nichts.
Er drehte sich um, aber die Lampe spendete kein Licht mehr, die Fenster in einiger Entfernung waren auch erloschen, ein Stromausfall wie er dachte.

Dann setzte er sich hin, früher Januar, viel zu warmer Boden und die sanften Winde wehten mild über das Land. Endlich war er wieder einmal allein auf dieser Welt, allein für sich, endlich konnte er mal wieder durchatmen, ohne die Autoabgase in der Nase.

Eine Tür ging auf und eine alte Dame schaute heraus, schüttelte den Kopf und ging wieder in ihr Bett, oder wo auch immer sie gerade her kam.

Doch irgendwie fühlte er sich traurig, nutzlos, fehl am Platze. Er konnte diese Gefühle mit niemandem teilen, weil niemand sonst hier war, niemand, der ihn kannte. Seine Familie schlief schon lange und seine Freunde waren bis auf die, bei denen er gerade war, allesamt im Urlaub, Ferienzeit eben.

Er legte sich hin, auf den blanken Asphalt und schaute auf zu den Sternen und dem halben Mond, der freundlich zu ihm herunter lächelte. Ein Nachtfalter flog herum und landete schließlich auf seinen Knien. Er streckte ihm den Finger entgegen, damit der Falter darauf klettere, doch er flog lieber weiter.
Immer diese kleinen Insekten, dachte er sich und schloss die Augen für einen Moment, ehe er zum Mond zurücklächelte.
Aber so allein war es eigentlich kein Spaß. Es war Einsamkeit, die auf sein Gemüt drückte.

Wie soll man alleine schon Freude haben, ohne jemanden, mit dem man sie teilen kann? Er lag noch eine Weile so da und schloss die Augen, genoss die Nacht, sternenklar und mild und kein Auto kam, um ihn von seinem Platz zu vertreiben.

Eine ganze Weile lag er so da, bis er merkte, dass etwas seine Nase kitzelte. Er zuckte zusammen und riss die Augen weit auf, doch konnte er nichts erkennen in der stockdunklen Nacht. Die Laterne ging noch immer nicht und vor dem Mond hing gerade eine Wolke.
War das ein Windstoß oder irgendein Tier? Er richtete sich auf und fand sich einen Moment später wieder auf der Straße. Etwas hatte ihn umgerissen, und als er sich traute, die Augen wieder auf zu machen, erkannte er Haare vor sich, lange Haare, die im seichten Wind schaukelten.
Das konnte doch nicht, oder?

Ein Gesicht strahlte ihn einen Augenblick später zwischen den Haaren an.
„Aber ich dachte du kommst erst ..“
„Still, oder ich gehe wieder.“
„Ja, a..“ ein Finger legte sich über seine Lippen.
„Ich hatte gesagt still. Ich hab meine Eltern gedrängelt, schon zwei Tage früher heim zu fahren, weil ich es irgendwie doof fand da oben in Dänemark, so allein und keine Sau da, die mit einem Sterne gucken kann.“ Sie zögerte „oder mit der ich will.“


Es war ein klarer Morgen, die Sonne schien und der hellblaue Himmel war von wenigen flauschigen Wolken gesäumt.
Ein Autofahrer fand die beiden schlafend, aber fest umschlungen mitten auf der Straße vor, und weckte sie mit einigen Stupsen gegen die Schultern auf.





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Gewidmet einer Person, mit der ich mich in den letzten 4 Monaten schon so oft gestritten habe, aber wir trotzdem jedes Mal wieder zusammen gefunden haben, wenn auch erst unter Tränen getrennt und zu oft von fremder Hand die Wunden verbunden..
Danke für die wundervolle Zeit mit dir meine Kleine



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