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Am Fenster sitzt er.
Er sitzt auf der Fensterbank und schaut in den Himmel, blau und klar, dann in den Hof, umstellt von anderen Gebäuden und grau in grau.
Seine Hand drückt wild auf den Tasten einer Discmans herum und in einem Moment hält sie inne.
Unten auf dem Hof läuft ein Mädchen durch die beiden Durchgänge, die die Straße mit den Blockhäusern verbindet, vielleicht sechzehn Jahre alt und er bemerkt sie nur, weil sie auf einen lockeren Abflussdeckel tritt.
Seine Hand hat das Lied gefunden, das sie sucht, ein trauriges, langsames.

Er schaut noch einige Minuten auf den kleinen Torbogen, durch den sie verschwunden ist und dann wieder zum Himmel auf.
Dort oben fliegt ein Luftballon mit einem Zettel daran gebunden, wahrscheinlich ein Abschiedsbrief von einem Städter, der in den nächsten Sekunden springen wird. Ihn geht das nichts an, er denkt die ganze Zeit nur an sein Zuhause, weitab von hier, von dem schäbigen Hotel, mitten in der Großstadt.

Ein weiteres Lied erklingt in seinen Kopfhörern und er schaut auf die verwilderten Hinterhöfe der Blockhäuser herab, sieht in seinen Gedanken, wie er mit einem Mädchen hinter dem grünen Zaun steht, wie sich langsam Menschen einfinden, die gaffen, wie die Menschen sich zu einer Traube ausweiten. Nur, weil er das Mädchen in dem Armen hält, fest umschlungen und sehr vertraut.

Als wäre dies alles ein Zoo und hinter Gittern die echten Menschen.



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