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Und dann saß er am Ufer, schaute den kleinen Fischen zu und zitterte am ganzen Leib.

Seit gestern war alles Mögliche passiert und heute bekam er erst davon mit. Sein kleiner Bruder war von der Schaukel gefallen und hatte sich einen Zahn ausgeschlagen und den Kiefer leicht verknackst, deshalb waren die Eltern mit ihm beim Arzt. Seine Schwester saß apathisch in ihrem Zimmer, seit ihr Freund Schluss gemacht hatte und er selbst hatte mit allem und jedem Probleme.

So saß er da und ließ den Fluss unter seinen Blicken vorbei ziehen.
Von der kleinen Brücke zu springen und im Fluss zu springen, das würde er sich nie trauen, obwohl er weiß, dass der Fluss tief genug ist, um nicht auf dem Boden aufzuschlagen, man aber gleichzeitig nicht ertrinken kann, weil er keine starke Strömung hat und man an einigen Stellen leicht stehen kann.

Immer und immer wieder schwappte Wasser an seine Schuhe, über das feuchte Schilfgras und an seine Hose.
Die Schuhe waren schon durchgeweicht und die Hose sah nicht viel besser aus, aber der Fluss hatte ihn in den Bann gezogen, sodass er nichts mehr spürte.

Boote trieben vorbei, Enten tauchten vor seinen Füßen ab, ein Schwimmer bahnte sich einen Weg mit der Strömung, und sogar ein Schwan schwomm vor ihm umher.
Für ihn gab es keine Menschen mehr, die Boote waren in seinen Augen leer und die winkenden Angler am anderen Ufer existierten nicht mehr.

Es war Abend geworden und der Fluss lag nun wie eine schwarze Straße vor ihm.
Hätte er einen Fuß auf den Asphalt gesetzt, könnte er darauf laufen, aber er saß nur noch weiter auf dem Fleckchen Erde, das von seinem nassen Hosenboden bedeckt wurde.
Der Schwan lief behände über einen kleinen Trampelpfad entlang der Wasserstraße und die Laternen an den richtigen Straßen zeichneten Linien auf das Wasser.

Der Schwan setzte sich neben ihn, wie er so regungslos verharrte und stupste ihn mit dem Schnabel an.
Er machte keine Anstalten, sich zu bewegen und wieder stupste der Schwan ihn an.
Nach einer Weile verschwand auch der Schwan im Dunkeln und das Wasser lag so ruhig da, dass es ihn sicher getragen hätte, wenn er den Schritt gewagt hätte.

Minute um Minute verstrich und er hatte immernoch seine nassen Klamotten und Schuhe am Leib. Langsam kroch die Kälte seinen Rücken hoch und er fing wieder an zu zittern.
Er nahm Geräusche hinter sich wahr, konnte sie aber keinem zuordnen und so verharrte er zitternd weiter am Ufer.
Etwas berührte ihn an der Seite und dann waren es plötzlich zwei Sachen, die ihn berührten.
Schließlich schaute er sich doch um und erkannte vier Schwanenküken an seinen Seiten.
Sie fiepsten aufgeregt und er schaute in die dunklen Augen eines weißen Schwans.



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