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In der U-Bahnstation

Die kalten, graugrünen Fliesen schauen sie erbarmungslos an. Die Lichter spenden zwar Licht, algenüberwuchert, grün, fahl, aber sie sieht nichts.
Ihr Blick starrt verschwommen auf einen Punkt, einen imaginären, an der Wand gegenüber.
Die ersten Arbeiter wollen heim fahren, es ist früher Abend. Die U-Bahn, unten an der Treppe hat sie gehalten, geht auf und Massen strömen hinein, doch sie sieht nichts. Tausende Beine ziehen an ihr vorbei, doch sie sieht nur ihren Punkt auf der Wand gegenüber. Ihr Kopf schmerzt und sie lehnt sich in die Ecke, vor der sie schon die ganze Zeit sitzt, der Blick schweift um, auf einen anderen Punkt jenseits der Realität.
Die Bahn fährt ab, die quietschenden Geräusche dröhnen in ihrem leeren Kopf, ausgesaugt.
Ihr Blick starrt verschwommen auf den Punkt an der Wand gegenüber.
Vor ihr steht eine Hose, klein, versandet. Ein Kopf kommt runter und stört ihren Punkt an der Wand. Die Augen schauen sie an, klar. Sie schaut zurück, verschwommen, und ihr Blick wird noch unklarer.
Das Gesicht verschwindet, sie sieht es nicht mehr. Nur noch ihren Punkt und die Milliarden Beinpaare die vorbei rennen.
Ihre Knie schmerzen. Sie zieht sie näher an sich heran und legt ihren Kopf auf die Knie. Der Punkt an der Wand verschwindet und wandert auf die Treppe. Graues Licht, viele Menschen, die Außenwelt. Seit Tagen, vielen Wochen, nicht gesehen.
Ihr Blick starrt verschwommen auf den Punkt auf der Treppe.
Die Hose, klein, versandet, steht wieder vor ihr, neben ihr noch eine Hose, rot, zerrissen.
Sie kippt auf die Seite, ihr Kopf schlägt auf dem Boden auf. Sie hört keinen Aufschlag, dumpf, spürt keinen Schmerz, zertrümmernd. Die Hosen stehen vor ihr, groß. Der Punkt wandert, ins Ungewisse. Schwärze umarmt sie, die kalten, graugrünen Fliesen schauen sie erbarmungslos an. Ihr Blickt starrt verschwommen, verloren ins Nichts. Ein Gesicht ist vor ihren Augen, ihr Blickt starrt verschwommen, verloren ins Nichts. Eine Atemmaske wird ihr aufgesetzt, von der Hose, rot, zerrissen, ihr Blickt starrt verschwommen, verloren ins Nichts.

Die beiden Hosen und Gesichter reden über sie, sie hört nichts. Wasser, salzig, nass, läuft ihre Wangen herab, sie spürt nichts. Die Atemmaske beschlägt, die Hose, rot, zerrissen, ruft den Krankenwagen. Die Hose, klein, versandet, kniet vor ihrem Gesicht. Ein Gesicht kommt herunter, dann ein Finger. Der Finger streicht das Wasser, salzig, nass, von der Wange.
Sie starrt durch das Gesicht. Der Finger trägt das Wasser, salzig, nass, vor das Gesicht. Die Augen starren das Wasser, salzig, nass, an, dann Ihre Augen, verschwommen, voller Tränen, Schmerz, Kummer. Die Hand mit dem Finger fährt über ihre Wange, streichelt sie. Sie schließt die Augen und lässt ihre Tränen, salzig, nass, fließen.



einer Person gewidmet, die einige Perspektiven im Leben verloren hat...
14.10.06 12:34
 


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